
Warum bin ich hier? Was gibt meinem Leben Sinn?
Wie soll ich handeln und Verantwortung übernehmen?
Warum gibt es Leid und Kriege – und wie passt das zu einem guten Gott?
Im Religionsunterricht am Gymnasium Lemwerder gehen wir diesen und anderen großen Fragen gemeinsam nach. Wir nehmen ernst, was Menschen bewegt und beschäftigt – in der eigenen Lebenswelt ebenso wie in Gesellschaft und Weltgeschehen.
Dabei lernen unsere Schülerinnen und Schüler unterschiedliche religiöse, ethische und weltanschauliche Perspektiven kennen. Sie setzen sich mit zentralen Fragen nach Sinn, Gerechtigkeit, Verantwortung und Zusammenleben auseinander und entwickeln begründete eigene Standpunkte.
Ab dem Schuljahr 2026/27 führt Niedersachsen den gemeinsamen, konfessionell-kooperativen „Christlicher Religionsunterricht“ (CRU) ein. Vielfalt verstehen wir dabei als Bereicherung. Deshalb sind bei uns alle Schülerinnen und Schüler willkommen – unabhängig davon, ob sie christlich, muslimisch oder jüdisch geprägt sind, einer anderen Religion angehören, nicht an Gott glauben oder sich in ihrer Haltung noch unsicher sind.
Unser Religionsunterricht ist lebendig, offen und vielseitig gestaltet. Neben der Arbeit mit biblischen Texten und anderen religiösen Quellen setzen wir moderne und kreative Methoden ein: Filme, Comics, digitale Medien sowie selbst erstellte Erklärvideos oder Podcasts bereichern den Unterricht. So wird Religion anschaulich, greifbar und lebensnah.
Besonders wichtig ist uns der Bezug zur eigenen Lebenswirklichkeit. Religion berührt Fragen, die jeden Menschen angehen – unabhängig von persönlicher Überzeugung oder Glauben.
Auch außerhalb des Klassenzimmers sammeln wir wertvolle Erfahrungen: Exkursionen, etwa in eine Moschee oder eine Synagoge, auf einen Friedhof oder in ein Bestattungsinstitut, ermöglichen direkte Begegnungen und fördern Verständnis für unterschiedliche Religionen und Lebensweisen.
So verstehen wir Religionsunterricht als einen Ort der Offenheit, des respektvollen Dialogs und der gemeinsamen Suche nach Orientierung.