Religion

Besuch der Moschee in Lemwerder

So läuft er zum Glück nicht mehr ab, der Religionsunterricht des 21. Jahrhunderts, keine frömmelnde Gebetsunterweisung mehr wie in den siebziger Jahren, wo die Schülerinnen und Schüler noch Bibelstellen oder Strophen von Kirchenliedern auswendig aufsagen mussten.

Heute geht es lebendig zu mit Bibliodrama (Theater zu Texten z.B. aus der Bibel), Rollenspielen und Exkursionen zu Kirchen in der Umgebung oder zur Moschee in Lemwerder, zum Buddhismuszentrum in Bremen, aber auch zum Friedhof oder zu einem Bestattungsunternehmen.

Natürlich ist die Bibel ein elementarer Gegenstand des Religionsunterrichts, aber es geht eher darum, den Schülerinnen und Schülern einen unterschiedlichen und durchaus auch kritischen Zugang zu eröffnen. Der Religionsunterricht stellt aber auch die große Vielfalt der Religionen vor und soll die jungen Menschen auffordern, sich mit anderen, vielleicht fremdartigen Vorstellungen auseinanderzusetzen.

Religionsunterricht am Gymnasium Lemwerder

Der Religionsunterricht am Gymnasium Lemwerder wird kooperativ-konfessionell erteilt, das bedeutet, dass Kinder jeder Konfession oder ohne Konfession willkommen sind. Gerade auch der Dialog mit beispielsweise muslimischen Schülerinnen und Schülern steuert zur Lebendigkeit des Unterrichts bei und kann dazu beitragen, die „Grenzen“ im Kopf zu überwinden.

Die christliche Tradition hat seit mehr als 2000 Jahren das Abendland geprägt und war Leitfaden für das menschliche Miteinander. Auch wenn diese Traditionen und Werte vielleicht nicht mehr die herausgehobene Position in der modernen Welt haben, können sie doch ein Angebot stellen, sowohl für den persönlichen Lebensweg als auch für die gemeinschaftliche Erfahrung.